Luftaufnahme Ortsteil Jammelshofen in einem Tal, umgeben von grünen Feldern, Wiesen und dichten Wäldern. Im Hintergrund sanfte Hügel, darüber ein Himmel mit vereinzelten Wolken.

Jammelshofen

-Ein Dorf mit vielen Wurzeln

Jammelshofen 

– Ein Dorf mit vielen Wurzeln

Jammelshofen, idyllisch an der alten „Kohlstraße“ gelegen, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Über Jahrhunderte hinweg war der Ort Teil wechselnder Herrschaften und Zuständigkeiten – ein Spiegel der komplexen Vergangenheit unserer Region.

Um 1550 gehörte Jammelshofen zur „Gerechtigkeit Herresbach“. Die Bewohner waren teils kurkölnisch und dem Amt Nürburg unterstellt, teils virneburgische Leibeigene. 1590 zählte das Dorf mit Herresbach, Siebenbach und Döttingen zu den sogenannten „Waldbott’schen Dörfern“. Doch auch hier war es kompliziert: Nur zwei Familien standen unter dem Reichsgrafen Waldpott-Bassenheim, der Rest unter den Herren von Nürburg und Virneburg.

Kirchlich war Jammelshofen zunächst eine Filiale der Pfarrei Wanderath im Bistum Trier. Um 1600 wechselte es zur Pfarrei Adenau im Erzbistum Köln, bevor es 1771 schließlich der Pfarrei Kaltenborn zugeordnet wurde. Die erste Kapelle, dem heiligen Wendalinus geweiht, wird 1716 erwähnt. 1921 wurde dann die heutige Kirche errichtet – ein Ort der Begegnung und des Glaubens, der bis heute das Dorfleben prägt.

  • Geschichte von Jammelshofen

    Wie alt der Ort ist, weiß man nicht genau. Als die Römer hier durch die Lande zogen, über die sogenannte Kohlstraße, die auch als Römerstraße bekannt ist, soll es in Jammelshofen 3 Höfe gegeben haben. In dem Tal hinter dem Skilift soll eine rauschende, sprudelnde Quelle gewesen sein, die den Römern als Wasserstelle für Mensch und Tier gedient habe. 

    Jammelshofen wird schon 1570 als Filiale von Kaltenborn erwähnt, gehörte zeitweise aber auch zu Adenau. Der Ort gehörte dem Reichsgrafen von Walpot- Bassenheim. Auf der Rückseite der Kapelle ist ein Kreuz eingemauert mit dem Datum 3.April 1661. Man nimmt an, dass es von der Grundsteinlegung einer kleinen Kapelle, die hier gestanden hat, stammt. Diese Kapelle war Anfang des 20.Jahrhunderts baufällig.1921 baute man eine größere Kapelle. Der Barockaltar, den man schon Ende des 19. Jahrhunderts rausgeholt hatte, wurde nach Zusammensetzung, Ergänzung und Neufassung durch Kieffer in Trier 1927 wieder aufgestellt. Neu waren die Wangen mit den 2 Holzfiguren des hl. Wendelinus der Schutzpatron ist. Diese Kapelle war auch lange Zeit eine Wallfahrtsstätte. Wendelinsonntag ist um den 20. Oktober. Der hl. Wendelinus wird als Schutzpatron für das Vieh verehrt, da er selbst Schafhirte war. Am 08. März 1945, beim Rückzug der deutschen Truppen, wurde der Glockenturm durch ein Granatgeschoss stark beschädig. Die Renovierung der Kapelle erfolgte in den Jahren 1976-1978 und 1988-1989.